//Ernährung bei Krebs
Ernährung bei Krebs 2018-06-29T14:38:52+00:00

Was ist Ernährung bei Krebs? – Gibt es eine richtige Ernährung bei Krebs?

Aufgrund der vielen Erfahrungen und Meinungen zum Thema gesunde Ernährung ist es häufig schwierig zwischen gutgemeinten Ratschlägen,  laienhaften Fehlinformationen und wissenschaftlich gesicherten Empfehlungen von Fachkräften zu differenzieren. 
Doch die für jeden gültige und einzig wahre Krebsernährung gibt es nicht. Die Ernährung bei Krebs ist so individuell, wie die Krankheit bei jedem Patienten auch. Die Ernährung muss auf die jeweilige Situation und den Zustand des Patienten angepasst werden. Deshalb teilen wir unsere Empfehlungen in 3 Kategorien:
  • den beschwerdefreien Patienten, der keinerlei Beschwerden und  Nebenwirkungen hat und dessen Gewicht stabil ist: hier ist die Grundempfehlung langsam auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung umzustellen, insofern es Ihnen keinen Stress verursacht (Was essen bei keinen Beschwerden und keinem Gewichtsverlust?).
  • den Patienten, der unter Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen der Krankheit leidet und bereits an Gewicht verloren hat: hier empfehlen wir eine hochkalorische Ernährung, um den Gewichtsverlust zu stoppen, sowie gezielte Maßnahmen, um einzelne Beschwerden zu lindern (Was essen bei Gewichtsverlust und Mangelernährung?).
Was braucht Ihr Körper gerade? Machen Sie den Selbsttest und erhalten Sie individuell auf Ihre Situation abgestimmte Ernährungsempfehlungen.

Mehr Wissen:

Die Bedürfnisse eines Krebspatienten unterscheiden sich je nach Situation. Die jahrelange Erfahrung unserer Experten zeigt, dass Patienten unter Therapie oft mit Gewichtsverlust zu kämpfen haben, es aber auch bestimmte Krebsarten gibt, bei denen Patienten eher ungewollt Gewicht zunehmen. Außerdem suchen viele Patienten einen Weg selbst aktiv zu werden und wollen in diesem Zusammenhang ihre Ernährung umstellen. Auch Ihnen wollen wir einen Weg aufzeigen, wie Sie dieses Ziel verfolgen können, ohne sich und Ihren Körper unnötig zu belasten und die Gefahren einer Mangelernährung weiter im Fokus behalten können.

Nein, Ernährung kann Krebs nicht heilen, aber Ihren Körper für den Kampf gegen den Krebs stark halten.

Es gibt zwar Lebensmittel, die einigen Studien zu Folge krebshemmende Wirkstoffe enthalten. Häufig sind diese Studien aber nur im Reagenzglas oder mit Mäusen durchgeführt worden und werden sofort in den Medien als Sensation präsentiert. Die Forschung zeigt leider, dass der menschliche Körper meist anders reagiert, als Zellen in einem Reagenzglas oder der einer Maus.

Außerdem nimmt jeder menschliche Körper Nährstoffe anders auf, daher wissen wir nicht, welche Nährstoffe bei jedem Einzelnen am besten wirken. Wir wissen auch noch nicht genug darüber, inwiefern bestimmte Lebensmittel nur in Wechselwirkung mit anderen Lebensmittel eine positive Wirkung entfalten. Sicher ist aber, dass alternative oder einseitige Ernährungsformen weder das Wachstum der Krebszellen verzögern noch die Metastasenbildung verhindern können.

Eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung erhöht hingegen die Chance alle notwendigen Nährstoffe zu erhalten. Das alles bedeutet nicht, dass Ernährung keine Auswirkungen auf Ihre Krebserkrankung haben kann. Mit einer auf ihre Situation und Bedürfnisse angepassten Ernährung können Sie Ihre Therapieveraussetzungen und damit Ihre Prognose verbessern. 

Viele denken es kann doch nicht schaden ein paar Kilos zu verlieren, vor allem, wenn sie schon das eine oder andere Wohlstandskilo auf den Rippen haben.

Hier ein entschiedenes DOCH, es kann schaden! Etwa 25% der 220 000 Krebstoten im Jahr sterben nicht am Tumor sondern an den Folgen einer Mangelernährung. Mangelernährung bei Krebs beginnt bereits bei einem ungewollten Gewichtsverlust von 5% in 3 Monaten, egal bei welchem Ausgangsgewicht oder BMI! Das sind bei 80 Kilogramm gerade mal 4 Kilo. Oft haben Patienten schon bei der Diagnose so viel Gewicht verloren und drohen in die Mangelernährung zu rutschen.

Die meisten Patienten unterschätzen das Risiko einer Mangelernährung und werden oft nicht ausreichend informiert, beziehungsweise können diese Information in der Flut, die scheinbar über Sie hereinbricht, nicht aufnehmen.

Aber Mangelernährung hat weitreichende Folgen: Abbau der Muskulatur, mehr Infekte, mehr Nebenwirkungen, schlechteres Immunsystem, Therapieunterbrechungen, längere Krankenhausaufenthalte und eine schlechtere Prognose.

Weitere Informationen zum Thema Mangelernährung finden Sie hier

Es gibt bestimmte Krebsarten, wie Brustkrebs oder Prostatakrebs, bei denen die Patienten eher mit ungewollter Gewichtszunahme zu kämpfen haben. Deswegen gilt auch hier der Grundsatz: Gewicht möglichst stabil halten. Beobachten Sie deshalb Ihr Gewicht und dokumentieren Sie den Verlauf regelmäßig, damit Sie Veränderungen im Blick haben und mit Ihrem Arzt oder einer staatlich anerkannten Ernährungsfachkraft besprechen können. Mehr zum Thema Gewichtszunahme in Kürze auf dieser Webseite.

Das ist von der Situation und vor allem dem Zustand des eigenen Körpers abhängig. Deshalb machen Sie jetzt den Selbsttest und finden Sie heraus, was für Sie die richtige Ernährung bei Krebs ist.